Die österreichische medienpädagogische online-Fachzeitschrift MEDIENIMPULSE sucht für ihren jährlich publizierten Sammelband noch Beiträge. Das kommende Sammelband „Literacies“ soll die international geführten Thematiken von „New Lateracies“ und das „Verhältnis von Literalität-Bildung-Kompetenz“ aufgreifen. Die Einreichfrist für die Beiträge ist der 01.11.2010. Nähere Informationen auf der Medienimpulse-Homepage.
Beiträge zu “New Literacies” gesucht!!!
July 8th, 2010Clash of Realities
April 16th, 2010
Die „Clash of Realities“, die “international Computer game conference”, tagt vom 21.-23. April zum dritten Mal in der Fachhochschule Köln. Die drei Schwerpunkthemenbereiche „Medialität, Ästhetik in Computerspiele“, „Gesellschaftliche und psychologische Elemente digitalen Spielens“ und „Game Design und Development“ werden interdisziplinär von Wissenschaftlern und Professionellen behandelt und möchte Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zusammenbringen. Geleitet wird die Tagung, wie bei den ersten beiden Konferenzen, von Prof. Dr. Winfred Kaminski (Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln) und Martin Lorber (Electronic Arts). Mehr zu “Clash of Realities 2010. Computerspiele: Medien und mehr…”
Rechtsextreme unterwandern das Social Web
April 16th, 2010
Neu ist die Nachricht nicht, dass Rechtsextreme das Internet für ihre Propaganda nutzen. Erstmalig ist aber die Feststellung, dass Mitglieder der rechten Szene einen Schritt weiter gehen: So wird vermehrt in jugendrelevanten sozialen Netzwerken für die NPD geworben. Um auf den ersten Blick nicht direkt von Jugendlichen identifiziert werden zu können, verwenden die Rechtsextremen statt Hakenkreuze Symbole und Graffiti der Jugendszene. Verfassungsschutzpräsident Hans Wargel warnt: “Die Rechtsextremisten tauchen in den sozialen Netzwerken im Internet als Wolf im Schafspelz auf. Sie äußern sich zunächst ganz unverfänglich und versuchen dadurch das Vertrauen der anderen Teilnehmer zu erschleichen. Das ist eine neue Strategie” (APA). So werden in der „Deutsche Stimme“, das Hauptverbreitungsmedium der rechten Szene, nicht nur Mitglieder der rechten Szene dazu aufgefordert, Plattformen wie meinVZ, Facebook und Co. zu unterwandern, sondern es werden direkt praktische Tipps gegeben, wie die Profile erstellt werden kann, um die Wortfilter dieser Plattformen zu umgehen. Diese Strategie und Propagandaform begrenzt die Möglichkeiten des Staates, der Plattformbetreiber und Prüfstellen dagegen vorzugehen.
re:publica 2010 – nowhere
April 15th, 2010Die re:publica tagt zum vierten Mal vom 14.-16. April in Berlin. Auf der unter dem Slogan „re:publica 2010 – nowhere“ stattfindende Fachtagung rund um das Web 2.0 behandelt die Thematiken des Bloggens, soziale Medien und digitale Gesellschaft. Auf dem Programm stehen dazu Vorträge gehalten aus unterschiedlichsten Perspektiven durch Personen aus der Wirtschaft, der Medienbranche und der Wissenschaft. Während die erste re:publica, veranstaltet von newthinking communications und Spreeblick Verlang, ca. 700 Teilnehmer besuchten, werden nun rund 2500 Besucher erwartet.
Weitere Infos auf der Seite von re:publica.
Verloren im Nachrichtendschungel
February 2nd, 2010
Der Siegeszug des Internets ist kaum noch aufzuhalten: Jeder kann immer und überall online sein; der Informationsaustausch und die Verbreitung von Informationen war nie schneller als je zuvor. Doch ist diese Informationsflut immer so sachlich und wertneutral wie sie scheint oder werden User manipuliert? Ted Anspach und seine Mitarbeiter veranschaulichen in „Verloren im Nachrichtendschungel“ am 9. Februar um 20:15 Uhr auf arte was die Entwicklung zu User-Generated Contents im onlinegestützten Informationsbereich für demokratische Systeme bedeutet und wie sich derzeit ausschlaggebend die Informationslandschaft dadurch verändert.
Digital Natives
February 2nd, 2010
Twittern, lurken, bloggen, skypen,…alles Ausdrücke von Tätigkeiten die in den Alltag von so genannten „digital Natives“, den im digitalen Zeitalter Heranwachsenden, fest eingebunden sind. Doch was verbirgt sich hinter diesen Ausdrücken? Wie gestalten Jugendliche und Kinder ihren Alltag im World Wide Web? In wie fern unterscheiden sich „digital Natives“ von anderen Generationen?

Die Redaktion von „neues“ begibt sich am 4. Februar um 20.15 Uhr auf 3Sat mit ihrem „Special“ zu „digital Natives“ in das Feld derjenigen, deren „Leben im Netz“ stattfindet.
Weitere Infos auf der „neues“ Seite
Hochzeit zwischen Gamer und Avatar
January 27th, 2010
Aus der japanischen Kultur kennen wir bereits Phänomene obsessiver Mediennutzung und Fankultur wie den Otakismus. Nun geht die japanische digitale Jugendkultur noch einen Schritt weiter: Vor ca. zwei Monaten heiratete ein Japaner einen weiblichen Videogame Charakter. Das ist die erste Hochzeit und somit hybride Beziehung zwischen Mensch und Avatar.
Ein Video von der Hochzeit auf YouTube.
Medienbildung als Umgang mit gesellschaftlicher Kontingenz in und mithilfe von Medien
January 27th, 2010
Mit ihrer Monographie «Medienbildung – Eine Einführung» legen Benjamin Jörissen und Winfried Marotzki einen wichtigen Diskursbeitrag zur theoretisch-konzeptionellen Standortbestimmung der Medienpädagogik vor…mehr…
Quarks & Co: Die Macht des Internets
October 30th, 2009
Mit der Thematik „Internet“, seine Gründung und Entwicklung, wie es funktioniert und seine Macht setzten sich Ranga Yogeshwar und sein Quarks & Co- Team am 20.10.2009 und am 24.10.2009 auseinander. Es wurde nicht nur chronologisch die Geschichte des WWW mit seiner immer differenzierteren Weiterentwicklung erläutert, sondern auch die beliebteste Suchmaschine – google – und seine Arbeitsweise simplifiziert dargestellt. Auch die gesellschaftlichen Auswirkungen des neuen Netzes wie zum Beispiel des Internetauftritts von Barack Obama und sein Wahlkampfsieg sowie die Rolle der Web 2.0-Plattform „Twitter“ bei der Aufdeckung des Präsidentenwahlbetrugs 2009 im Iran wurden demonstriert. Eine Kurzfassung aller Beiträge der Sendung – leider nur als Textform mit Bildern unterfüttert – stehen online auf der Quarks & Co –Seite.
Heranwachsen mit dem Social Web: Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
October 27th, 2009Seit Ende September ist die von Jan H. Schmidt, Uwe Hasebrink und Ingrid Paus-Hasebrink durchgeführte Studie „Heranwachsen mit dem Social Web: Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ als Band 62 in der Schriftreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW für 22 € käuflich zu erwerben. Die Fragen wodurch sich das Social Web charakterisiert, welche Bedeutung Jugendliche und junge Erwachsene den verschiedenen Social Web-Anwendungen in ihrem Alltag zuweisen sowie welche Rolle diese darin spielen und wie die Medienrepertoires aussehen werden aufgegriffen und empirisch mithilfe eines drei stufigen qualitativ ausgelegten Untersuchungsaufbaus analysiert. Das Forschungsdesign und Vorgehen wurden eng an nationalen und internationalen Medien- und Jugendforschungen angepasst und die Befunde der einzelnen Untersuchungsabschnitte wurden interdisziplinär interpretiert und diskutiert, so dass diese Untersuchung sich in einer Langzeitstudie systematisch platzieren kann.
Aus dem Klapptext:
Das Internet gehört für Jugendliche und junge Erwachsene zum Alltag. Mit Hilfe von Netzwerkplattformen oder via Instant Messaging pflegen sie Selbstpräsentationen und Beziehungen in erweiterten sozialen Netzwerken; auf Videoportalen finden sie Unterhaltung und Ablenkung und in Wikipedia informieren sie sich über relevante Themen. Die onlinebasierten Kommunikationsräume werden zur Bewältigung
von Entwicklungsaufgaben im Lebensverlauf genutzt, erfordern aber auch eigene Kompetenzen im Umgang mit den neuen Öffentlichkeiten.
Diese LfM-Studie gibt Aufschluss darüber, was Jugendliche und junge Erwachsene über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten denken, wie sie diese alltäglich nutzen und wie sich der Umgang je nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext unterscheidet. Neben unproblematischen und kreativen Nutzungsweisen verdeutlichen die repräsentative Befragung und die qualitativen Gruppendiskussionen, dass viele Jugendliche bereits Bekanntschaft mit Mobbing im Netz gemacht haben. Zudem bestehen weitere Probleme darin, dass sie für die Veröffentlichung von Daten zu wenig sensibilisiert sind und die Langlebigkeit von Daten, die einmal online eingestellt wurden, unterschätzen.
Die Befunde der Studie bekräftigen, dass die Anbieter insbesondere von sozialen Netzwerken ihre Verantwortung deutlicher wahrnehmen müssen. Der Nutzer braucht eine größtmögliche Transparenz über die Geschäftsbedingungen und bessere Vorkehrungen zum Datenschutz. Aber auch den Eltern, der Schule und weiteren pädagogischen Akteuren stellt sich die Aufgabe, die Heranwachsenden einerseits für die Risiken zu sensibilisieren, sie andererseits aber auch dahingehend zu unterstützen, die Potenziale des Social Web für die eigenen Bedürfnisse besser nutzen zu können.
‘Heranwachsen mit dem Social Web’ soll Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem alltäglichen Bestandteil der jugendlichen Medienkultur sein sowie Anregungen für mögliche zu ergreifende Maßnahmen bieten.

